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Wednesday, February 13th 2013, 11:25am

Rhynna und Ser Kai begaben sich direkt zu Hauptmann John und erstatteten ihm Bericht über die Lage in Avano. Er stimmte ihnen sofort zu, dass der Unterjochung durch die Banditen augenblicklich Einhalt geboten werden musste und gestattete ihnen zwanzig seiner besten Männer mitzunehmen.
Ser Kai bot sich an die Truppe zu Emmy und Seya zu führen, was Hauptmann John wohlwollend zur Kenntnis nahm.
Rhynna wollte ihren Mentor begleiten, doch Ser John hielt sie zurück. „General Lance wünscht Euch unverzüglich zu sprechen.“
Überrascht hob Rhynna eine ihre fein geschwungenen Augenbrauen. „Oh... natürlich. Dann werde ich mich sofort zu ihm begeben.“
Hauptmann John nickte. „Gut. Ihr findet ihn im Thronsaal beim König.“ meinte er ohne sie anzusehen und fuhr fort die Schriftstücke auf seinem Schreibtisch zu ordnen.
Als sie das hörte, wäre Rhynna beinahe über ihre eigenen Füße gestolpert. Sie fing sich jedoch rasch wieder und versuchte sich nicht anmerken zu lassen, wie sehr sie diese Nachricht verstörte.
„Habt Dank,“ murmelte sie mit einem gequälten Lächeln, ehe sie unter Hauptmann Johns verwunderten Blicken förmlich aus der Amtsstube flüchtete.
Draußen auf dem Gang lehnte sie sich mit dem Rücken an die Wand, schloss die Augen und versuchte ihr aufgewühltes Herz wieder zu beruhigen.
Warum nur musste General Lance sich ausgerechnet bei dem einem Menschen aufhalten, den zu sehen sie mehr fürchtete als alles andere? Sie fühlte sich noch nicht bereit Callaway Kalume wieder unter die Augen zu treten. Sie könnte es nicht ertragen die Verbitterung und den Schmerz in seinem Blick zu sehen, in dem Wissen, dass sie dafür verantwortlich war.
Sie seufzte einmal tief und dachte an das was Ser Kai gesagt hatte. Hatte er Recht? War es feige der Anziehung zwischen dem König und ihr keine Chance zu geben?
Zweifelnd kaute sie auf ihrer Unterlippe herum und starrte blicklos die gegenüberliegende Wand an. Dann schüttelte sie mit einem Laut des Unmuts den Kopf.
Sie wagte es einfach nicht.
Noch nicht.
Sie musste sich Zeit geben und ihre Angst nach und nach überwinden. Vielleicht würde ihr das irgendwann gelingen und sie könnte sich auf die ganze Sache einlassen. Vorausgesetzt natürlich der König würde so lange warten.
Mit einem lang gezogenen Seufzer stieß sie sich schließlich von der Wand ab und straffte sich. In einem hatte Ser Kai auf jeden Fall recht. Sie durfte einer Begegnung mit Callaway Kalume nicht wie irgendein Feigling aus dem Weg gehen. Sie musste ihm die Gelegenheit geben zu zeigen, dass er anders war als Wrath.
Entschlossen atmete sie einmal tief durch und eilte dann Richtung Palast davon.


„Das ist unmöglich!“
Toni saß auf seinem Thron und beobachtete mit einer gewissen Spur Mitleid wie sein Minister Downey Lenka unter der donnernden Stimme des Generals zusammenzuckte. Wenn General Lance zornig war, dann war er wahrhaft furchteinflößend und momentan hielt er seinen Zorn nur mühsam in Zaum wie Toni mit geübtem Blick feststellte.
Vizekommandantin Giant wirkte nach außen hin kühl wie immer, doch auch sie konnte einen sorgenvollen Ausdruck nicht gänzlich aus ihren Augen verbannen. „Könntet Ihr näher ausführen, was Ihr soeben sagtet?“ bat sie den Minister eindringlich.
Downey Lenkas Blick wanderte nervös von General Lance zu Iswan und blieb schließlich an Toni hängen. „Es ist schrecklich! Das Reichskonzil... die geladenen Fürstentümer... bisher ist noch niemand erschienen. Nicht ein einziger Vertreter, Euer Hoheit!“
Toni wusste man konnte ihm den Schock über diese Nachricht nur zu deutlich ansehen. Es war eine Katastrophe schrecklichen Ausmaßes. Wenn keiner der Fürstentümer auf seine Einladung hin einen Vertreter zum Konzil entsandt hatte, dann bedeutete das, dass die Fürsten ihn nicht unterstützen wollten, ihn vielleicht sogar nicht einmal als König anerkannten.
Die Lage war hoffnungsloser, als er es sich in seinen schlimmsten Alpträumen ausgemalt hatte. Es war zum Verzweifeln. Wie sollte er Zandorya einen und seinem Volk Frieden bringen, wenn er ganz auf sich allein gestellt war?
Einen Moment lang herrschte betretenes Schweigen. Iswan und General Lance blickten düster vor sich hin und auch Tonis Laune war an einem Tiefpunkt angelangt. Nun hatte er die Bestätigung für seine schlimmsten Befürchtungen. Er war ein grauenhafter Herrscher und hatte auf der ganzen Linie versagt.
„Aren? Nicht einmal Aren hat jemanden geschickt?“ hallte General Lances Stimme schließlich unheimlich laut in die Stille hinein.
Downey Lenka schüttelte betreten den Kopf. „Nein.“
Sprachlos vor Entsetzen fuhr der sonst so gefasste General sich durch die Haare. Toni hatte ihn noch nie dermaßen erschüttert gesehen.
Genau diesen Moment wählte Rhynna um den Thronsaal zu betreten.
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Rhynna ~ Magier/Priester/Kundschafter (50/35/32)

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Friday, February 15th 2013, 12:23am

Schon beim Eintreten in den Thronsaal spürte Rhynna, dass irgendetwas vorging. Es lag eine merkwürdige Spannung in der Luft und unter den Blicken der vier Anwesenden fühlte sie sich augenblicklich wie ein unwillkommener Eindringling.
Besonders die Art und Weise wie der König sie ansah, machte sie nervös. Er wirkte zu Tode betrübt und das versetzte ihr einen schmerzhaften Stich. Sie wich seinem Blick geflissentlich aus und verneigte sich dann respektvoll wie es die Etikette verlangte.
"Verzeiht bitte die Störung, doch man sagte mir, der General wünsche mich zu sprechen", brachte sie mit ruhiger Stimme hervor. Fragend musterte sie die hünenhafte Gestalt des Oberhauptes der Löwenherzgarde ohne sich anmerken zu lassen wie unwohl sie sich fühlte.
Einen Moment lang starrte der General sie unverständlich an, so als wüsste er nicht wovon sie sprach, doch dann fiel ihm offenbar wieder ein weswegen er sie zu sich bestellt hatte.
"Natürlich", murmelte er zerstreut. "Ich ließ Euch rufen um mit Euch Eure neue Pflichten und Aufgaben als Schildknappe durchzusprechen. Doch das ist nun unwichtig geworden. Wir befinden uns in einer ernsten Lage und wo Ihr nun schon einmal hier seid, könnt Ihr eben so gut erfahren wie kritisch die ganze Situation zu bewerten ist."
Und gemeinsam mit Downey Lenka schilderte er der Priesterin, dass das geplante Reichskonzil, welches die Allianz des Menschenkönigs mit den sechs Fürstentümern neu schmieden hatte sollen, um gegen das aufziehende Böse vorzugehen, gescheitert war, da nicht ein einziger Vertreter der Fürstentümer erschienen war.
Rhynnas Augen wurden groß vor Entsetzen bei seinen Worten. Ungläubig schüttelte sie immer wieder den Kopf. Ihr Blick schweifte nach Bestätigung heischend zu Iswan Giant und als die Vizekommandantin nur grimmig nickte, biss sie sich auf ihre Unterlippe.
Das war in der Tat eine Katastrophe und sie konnte nicht begreifen wie man es überhaupt hatte so weit kommen lassen.
Allerdings verstand sie nun wieso Toni einen dermaßen niedergeschlagenen Eindruck machte und warum General Lance nicht so einschüchternd und arrogant wirkte wie üblicherweise.
"Und was wollt Ihr nun deswegen unternehmen?" fragte sie schließlich.
"Wir müssen herausfinden warum die einzelnen Fürsten niemanden entsandt haben und alles erforderliche unternehmen, um die Bündnisse zu erneuern. Das wird sehr viel Zeit und Mühe in Anspruch nehmen, aber wenn wir es nicht tun, dann wird Zandorya schon bald auf ewig im Chaos versinken ohne jegliche Aussicht auf Rettung."
Überrascht richteten sich alle Blicke auf den König, der sich zum ersten Mal in dieser Angelegenheit geäußert hatte.
Er erhob sich von seinem Thron schritt direkt auf Rhynna zu. Ungefähr eine Armeslänge von ihr entfernt, blieb er stehen und sah sie eindringlich an. Es war ihr unmöglich sich der immensen Intensität seines Blickes zu entziehen. Atemlos lauschte sie seinen nächsten Worten.
"Ich denke, es wäre am sinnvollsten, wenn wir eine Person mit dieser überaus wichtigen Aufgabe betrauen, die sowohl über diplomatisches Geschick, als auch über Tapferkeit und Kampfgeist wenn nötig verfügt." Sein Blick wanderte zu General Lance. "Oder was meint Ihr dazu?"
Der General nickte zustimmend. "Eine ausgezeichnete Idee, Eure Majestät. Darf ich dann Rhynna Harrowington für diese verantwortungsvolle Position vorschlagen? Ich bin mir sicher sie bringt alle notwendigen Erfordernisse mit, um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen."
Rhynna war sprachlos. Waren sich die beiden denn nicht bewusst was für eine gewaltige Aufgabe sie ihr da aufbürdeten? Ein Fürstentum allein zu besuchen und die Gründe für das Fernbleiben der Gesandten herauszufinden war schon zeitraubend und schwierig genug. Aber alle sechs Fürstentümer?
Wie sollte sie das jemals schaffen?
"Ich...", setzte sie an, doch man ließ sie nicht aussprechen. Vizekommandantin Giant fiel ihr einfach ins Wort, so als wäre sie nicht da. "Lasst sie in Aren mit den Nachforschungen beginnen, Euer Majestät. Aren war einst unser stärkster Verbündeter im Kampf gegen die bösen Mächte. Zudem liegt es Dalanis am nächsten."
"Gewiss."
Allmählich hatte Rhynna genug davon, dass die drei alles über ihren Kopf hinweg entschieden ohne sie zu fragen was sie davon hielt.
"Wartet!" rief sie, woraufhin drei Augenpaare sie fixierten. "Was ist mit den Banditen in Avano? Ich habe die Angelegenheit dort noch nicht einmal zu Ende gebracht!"
"Avano und seine Bewohner sind bei Ser Kai und Hauptmann Johns Männern in den besten Händen", winkte der General ab. "Ihr hingegen werdet uns mit Euren Fähigkeiten in Aren weitaus mehr nützen."
Rhynna nickte widerstrebend. "Nun gut", meinte sie dann. "Wenn das Euer ausdrücklicher Wunsch ist, Euer Hoheit..."
Ihre grünen Augen richteten sich fragend auf den König.
"Das ist es", antwortete er und so war es beschlossene Sache.
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Rhynna ~ Magier/Priester/Kundschafter (50/35/32)

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Friday, February 15th 2013, 11:20pm

Gleich am nächsten Morgen machte Rhynna sich in aller Frühe auf nach Aren. Man hatte ihr wieder ein Pferd zur Verfügung gestellt, diesmal einen gutmütigen, grau gescheckten Wallach, den sie dankbar angenommen hatte.
Normalerweise machte es ihr nichts aus zu Fuß zu gehen, doch wenn sie daran dachte, dass Aren gut einen Tagesritt von Dalanis entfernt, war sie froh ein Reittier zu haben, um vor Einbruch der Dunkelheit dort einzutreffen.
Sie reiste mit leichtem Gepäck, da sie vor hatte nach ihrer Mission in Aren zunächst wieder nach Dalanis zurückzukehren um dem König und General Lance Bericht zu erstatten.
An diesem Tag trug sie ihre neue silbergraue Kurzrobe und darüber den blauen Umhang bestickt mit dem Wappen der Löwenherzgarde. Ihren Stab und ihren Bogen hatte sie griffbereit auf den Rücken geschnallt.
Genau wie ihrer Garderobe hatte sie auch ihrem äußeren Erscheinungsbild große Sorgfalt angedeihen lassen. Ihre langen roten Haare waren zu einem adretten Zopf geflochten und glänzten im sanften Licht der Morgensonne. An einer feingliedrigen silbernen Kette war das Abzeichen des Hauses Kalume befestigt, welches sie als offizielle Botschafterin des Königs auswies. Seine Majestät Callaway Kalume selbst war es gewesen, der ihr die Kette um den Hals gehängt hatte.
Bei dem Gedanken daran wie nah er ihr in dem Moment gewesen war, erschauerte sie unwillkürlich. Doch sein Blick war kühl und unnahbar gewesen und ließ nicht das Geringste von seinen wahren Gefühlen erkennen.
Ob er sie jemals wieder so ansehen würde wie auf dem Maskenball? Voller Wärme und Leidenschaft?
Sie seufzte schwermütig und nahm einen Schluck Wasser aus dem ledernen Trinkschlauch, den sie zu diesem Zweck mit sich führte.
Es war schon verrückt. Erst wünschte sie sich, er würde auf Abstand gehen und sie nicht derart in Versuchung führen und wenn er dann genau das tat, sehnte sie sich wieder das Gegenteil herbei.
Was für eine Närrin sie doch war!
Es war ohnehin sinnlos derartigen Träumereien nachzuhängen. Sie sollte sich lieber auf ihre bevorstehende Mission konzentrieren. Hoffentlich war sie wirklich eine so gute Diplomatin wie die anderen zu glauben schienen. Sie hegte da gewisse Zweifel.


Die Sonne stand bereits tief am Himmel, als Rhynna schließlich in der Ferne die Türme der Festung Aren ausmachen konnte. Sie thronte oben auf einem Hügel und wirkte im schwindenden Licht des Tages irgendwie bedrohlich.
Am Fuße des Hügels schmiegte sich das kleine Dorf Medanor, in dem sie eine Unterkunft für die Nacht zu finden hoffte. Dem Fürsten von Aren wollte sie lieber erst am nächsten Tag in ausgeruhtem Zustand gegenüber treten, um einen guten Eindruck zu machen. Zudem war es sicher keine schlechte Idee bei den Dorfbewohnern erst einmal Informationen über ihren Herren zu sammeln.
Als sie sich dem Dorf näherte, wurde sie bereits erwartet.
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Rhynna ~ Magier/Priester/Kundschafter (50/35/32)

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Monday, April 8th 2013, 8:57pm

Hallo zusammen!

Ich wollte euch nur Bescheid geben, dass ich momentan aufgrund privaten Stresses einfach nicht zum Weiterschreiben komme. Ich hoffe spätestens Ende Juni, wenn meine Prüfungen überstanden sind, habe ich wieder mehr Zeit.

Bis dahin liebe Grüße
Eure Lillian
Hobbyschriftstellerin aus Leidenschaft


Rhynna ~ Magier/Priester/Kundschafter (50/35/32)