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21

Saturday, December 22nd 2012, 7:19am

Freu mich schon auf die nächsten volgen :}

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22

Saturday, December 22nd 2012, 3:47pm

Es freut mich wenn es Euch gefällt, hier Teil 8.

Ich wünsche Euch allen ein schönes Weihnachtsfest.

MfG
Peterma
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8.) Die Frage

Eine Stunde, nachdem der Tisch in Peters Zimmer ruiniert worden war, klopfte Vivian an Peters Tür und trat ohne auf eine Antwort zu warten ein. Hetta und Peter saßen auf Peters Bett. Ein weiterer Mann, der ein Maßband in der Hand hatte und der, während er die Tischplatte vermaß, immer nur den Kopf schüttelte und die Werte in ein kleines Buch eintrug, war anwesend. „Meister Tischler, wärt Ihr so nett uns bitte allein zu lassen?“ Der Mann am Tisch sah von seiner Arbeit auf, nickte und verschwand mit einer kurzen Verbeugung in Vivians Richtung.

Hetta und Peter schauten ganz gespannt in Vivians Richtung. „Peter, ich habe mit den Weisen geredet, auch Marisus hat dieses Mal ganz genau gesagt, was bei der Prüfung geschehen ist. Wie du es sicher schon festgestellt hast, bist du kein Priester! Die Kraft, die du entfesselst, ist die der Zerstörung. Du bist ein Magier! Leider haben wir keinen Magier hier in Varanas, der dich ausbilden kann...oder will.“ Den letzte Teil sagte sie so leise, dass weder Hetta oder Peter es hörten. „Meister Yarandor meinte, dass es nur wenige Meistermagier gibt, die deine Kraft in die richtigen Bahnen lenken können.“
„Wer kann meinen Sohn ausbilden und wo finden wir ihn?“

„Wie gesagt, es gibt nur wenige Meister, die in der Lage sind Peter auszubilden. In Silberfall lebt Magister Gumas, ein älterer Magier. Wir versuchen schon Verbindung mit ihn aufzunehmen. Leider hat ihn schon seit Wochen keiner mehr gesehen. Dann gibt es noch den Akademiemeister Womukray...“
„Womukray...Womukray? Woher kenne ich diesen Namen? Ach ja, ich hörte seinen Namen auf dem Marktplatz, wo ein paar Elfen zusammenstanden und über ihre Grundausbildung geplaudert haben, während ich mir ein paar Tücher ansah. Sie sagten etwas von hart und herzlich. Wo liegt denn diese Akademie von Womukray?“

Hettas Stimme klang auf einmal sehr besorgt, während sie Vivian ansah. „Hetta, bitte bleib ruhig, denn der Meister, den ich meine, lebt auf der Elfeninsel, in der heiligen Akademie der Elfen. Keine anderen Lebewesen außer den Elfen selber haben dort Zugang.“
„Auf der Insel der Elfen...nein, nein, Peter geht dort nicht dahin, wo ich ihn nicht besuchen kann. Peter, mein Schatz, es liegt ganz bei dir. Ich weiß, dir sagt weder Silberfall noch die Elfeninsel etwas. Doch bedenke, Silberfall ist nur wenige Tagesreisen von der Pioniersiedlung entfernt. Durch die Portale der Sturobolds gar sind es nur wenige Teleportationen. Aber zur Elfeninsel...nein, ich weiß noch nicht einmal, wo sie liegt geschweige denn wie man zu ihr gelangen kann.“
„Hetta, du klingst als ob du Peter niemals wiedersehen würdest, wenn er zur Elfeninsel fliegt.“
„Fliegt?“ Dieses Mal wurde Peter neugierig.
„Ja, man fliegt mit einem Luftschiff zur Insel der Elfen.“ Vivian sagte dieses, als ob es ganz normal wäre mit einem Luftschiff zu fliegen.
„Ja, Mutter, ich will auf diese Insel der Elfen und ich glaube schon, dass du mich dort besuchen kannst oder dass ich dich besuchen kann. Eine Akademie? Ist das so etwas wie eine Schule?“
„Ja, eine Akademie ist eine Schule, in der man dir alles beibringen kann, was du über die Welt und das Leben wissen musst.“ Vivian versuchte sehr viel Überzeugung in ihre Stimme zu legen.
„Peter, mein Schatz, überlege dir das bitte. Du bist auf der Insel weit weg von uns allen.“
„Bitte, Mutter, ich möchte in diese Schule gehen. Wie sagtet ihr damals in der Pioniersiedlung? Alles ist ein großes Abenteuer! Und so soll es sein!“

Schon am nächsten Tag sah Peter zum ersten Mal die große Stadt Varanas in ihrer ganzen Pracht. Seine Mutter, Vivian, Yarandor und sogar Marisus begleiteten ihn zur Luftschiffanlegestelle im Verwaltungsbezirk im westlichen Teil von Varanas. Peter sah zum ersten Mal so hohe Gebäude und so viele Menschen, Elfen und Zwerge. Viele hatten Tiere und andere Begleiter an ihrer Seite, manche ritten auf Tieren, die noch nicht einmal wie Tiere aussahen. Eine ganze Gruppe von sechs Leuten ritt auf einem seltsamen Etwas aus Knochen.

In der Ferne sah Peter das Luftschiff am Himmel hängen. Dort standen einige Elfen und unterhielten sich. Yarandor ging zu einer Dame und gab ihr einen Brief. „Das ist die Dame Falivla. Sie ist die Gesandte von der Elfeninsel. Sie bestimmt, wer dorthin reisen darf und wer nicht.“ raunte Vivian Peter ganz leise ins Ohr. Falivla las den Brief von Yarandor sehr genau, hielt ihn dann ins Licht der Sonne und nickte. Sie sprach kurz mit dem älteren Herren neben ihr, der so etwas wie eine lange Lederkutte trug. Der Mann nickte, holte einen Zettel aus der Jackentasche, notierte etwas darauf und gab ihn Yarandor.

„Peter, verabschiede dich und komm' dann zu uns!“ Yarandor rief so laut, dass die ganze Gruppe um Peter es hören musste. Vivian ging als erste zu Peter, legte kurz ihre Hand auf seine Schulter und ging danach nach hinten.
Marisus war der nächste: „Mach' es gut, Kleiner.“ Er lächelte irgendwie schräg und ging zu Vivian.
Hetta umarmte ihren Sohn lange und drückte ihm dann einen dicken Kuss auf die Stirn: „Lass' von dir hören und mach' uns keine Schande. Ich sage deiner Schwester und Leighton, dass es dir gut geht. Aber ich finde es immer noch nicht gut, dass du auf die Insel gehst.“

Peter ging zu Yarandor. „Ich bin bereit.“ sagte er mit einer brüchigen Stimme. Er erinnerte sich daran, dass er erst vor ein paar Tagen in der Pioniersiedlung Abschied genommen hatte. Dieses Mal war er schon etwas entspannter als damals. „Peter, dieser Mann ist Sidklaw, er ist der Kapitän des Luftschiffs Naturstolz. Er wird dich zur Insel der Elfen bringen. Dort wird dich Blinsik, eine Meisterin der Akademie, an der Anlegestelle erwarten. Sie bringt dich dann ins Tal der Vorbereitung, wo sich die Akademie der Elfen befindet.“
Yarandor legte genau wie Vivian die Hand auf Peters Schulter und drückte diese kurz. Danach drehte er sich um und ging zu den anderen. Sidklaw, der Mann mit der Lederkutte, schob Peter in Richtung eines kleinen Steinkreises am Boden, welcher blau waberte. Es blitzte kurz, und Peter stand auf den Planken der Naturstolz in einem ebensolchen Kreis wie in Varanas. Das Schiff schwankte im Wind. Peter sah über die Reling auf eine für ihn riesige Stadt, seine Augen glitzerten feucht und eine Träne rann seine Wange herab.

„Leinen los, Leute! Feuert die Maschine an! Steuermann, Kurs auf das Königreich von Rorazan! Du, Junge, gehst dort hinten unter Deck! Deine Kajüte ist linker Hand, die mit dem Stern an der Tür. Ich komme in ein paar Minuten zu dir, wenn der Kahn auf Kurs ist.“ Peter tat, was der Mann in der Kutte sagte, und ging unter Deck.
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23

Friday, December 28th 2012, 8:23am

Ich hof ihr hatet ale eine schöne Weinachten.
Und wünsch ech ein gutes neues Jahr und freu nich auf witere volgen von dir

Nazlfrch

Trainee

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24

Thursday, January 3rd 2013, 2:05pm

Frohes Neues!

Zwei neue Folgen werden demnächst erscheinen...

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25

Sunday, January 6th 2013, 4:53pm

jo und hier wie Nazlfrch schon schrieb der nächste Teil

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9.) Vorbereitung

Die Treppe, die nach unten führte, war sehr steil und nicht besonders gut beleuchtet. Das Luftschiff schwankte stark, als es die Richtung änderte. Es war ein dumpfes Stampfen der Maschine zu hören, und die Planken knarrten. Auf Deck rief der Kapitän immer noch Befehle, und die Mannschaft lief umher. Peter konnte ihre Schritte deutlich hören, aber nachdem er ein paar Schritte tiefer in den Bauch des Schiffes machte, wunderte er sich, dass es so schnell still wurde.

Am unteren Ende der Treppe kam es ihm so vor, als ob er in einer anderen Welt war. Es war hell und roch nach Wald und Wiese. Selbst die Geräusche hatten sich komplett geändert. Peter dachte nun Vogelstimmen zu hören. Links und rechts des Flures am Ende der Treppe gingen alle paar Meter Türen ab. Was hatte Sidklaw gesagt? Die Tür mit dem Stern? Dort war sie. Peter wollte eben nach dem Riegel greifen, als die Tür von innen geöffnet wurde. Ein Zwerg, der nur knapp zwei Zentimeter größer als Peter war und eine schwarze Robe trug, hatte sie geöffnet.

„Komm' nur rein, mein Junge, komm' nur rein. Ich bin Ghory. Mona hat mich gebeten, dass ich mich um dich kümmere.“ Als Peter den Namen Mona hörte weiteten sich seine Augen. Seine Mutter hatte ihm gesagt, dass Mona wieder in Logar bei ihrer Tochter war. „Ich habe Mona in Logar getroffen, und sie sagte mir, dass sie einen Brief von deiner Mutter bekommen hätte. Sie macht sich Sorgen darum, dass du auf die Insel der Elfen möchtest, um ein Magier zu werden. Ausgerechnet zu den Spitzohren! Die Welt ist so groß, und du willst zu denen, ne ne. Ich stehe in Monas Schuld und darum bin ich hier - um dafür zu sorgen, dass du der beste Magier der Welt wirst. Aber nicht auf der Elfeninsel, ne ne. Mona hat ein paar Freunde bei den Zwergen, und deren Magier sind um ein Vielfaches besser als diese hochnäsigen Spitzohren - in Varanas weiß das nur keiner.“ Ghory wurde, während er redete, immer aufgeregter und zerrte Peter in den Raum mit dem Stern an der Tür.

Kaum hatte Peter die Schwelle des Raumes überschritten, wurde es um ihn herum stockfinster. Es ging so schnell, dass Panik den Jungen überkam. Sein Körper kribbelte so wie er es noch nie gefühlt hatte. Er wollte sich wieder auf den Flur flüchten und drehte sich um. Doch da war kein Flur - es war genauso dunkel wie es eben in der anderen Richtung gewesen war. Peter schaute sich um, und auf einmal wurde es wieder hell. Ein matter Schein erleuchtete den Raum - ein Raum mit Wänden aus Stein statt aus Holz. Das Leuchten kam aus seinem Inneren, aus seinem Körper. Sein Körper schien innerlich in Flammen zu stehen. Es war kein beunruhigendes Gefühl, nein es beruhigte in auf eine gewisse Weise sogar.

An den Wänden sah er merkwürdige Schriftzeichen. Bilder, die aussahen wie Wellen, Sterne und Flammen. Es waren Geräusche zu hören; ein Schlagen und Hämmern wie in der Mine der Pioniersiedlung, nur wie aus weiter Ferne. Peter untersuchte die Wände genauer. Sie waren glatt, trocken und fühlten sich warm an. Auf einmal spürte er einen Luftzug, der von seiner linken Seite kam. Er ging mit Hilfe seiner leuchtenden Hand in diese Richtung und entdeckte einen Spalt.

Peter schlüpfte durch den Spalt, welcher im Zickzack durch den blanken Fels getrieben war. Man konnte deutlich die Spuren sehen, wo jemand mit einem Meißel den Stein bearbeitet hatte. In ein paar Metern Entfernung konnte man einen roten Schimmer sehen. Peter kam in eine große Halle, in der Tropfsteine mit einem Durchmesser von mehreren Metern von der Decke hingen. Die Halle war fast kreisrund. Eine tiefe Grube war in der Mitte zu sehen, welche wohl an die fünf Meter maß. Es war warm, und alles lag in einem roten Schein wie von Flammen. Der Junge ging vorsichtig zur Grube und blickte hinein. Sie war tief - sehr tief, und an ihrem Grund war eine wabernde Masse zu sehen und ein Grollen zu hören.

Peter schaute sich um, um nach einem Ausgang zu suchen. Er sah aber keinen. Plötzlich war die Luft von einem Brüllen erfüllt, wie es nur in der Hölle geboren sein konnte. Peters Körper bäumte sich auf, und das Glühen wurde zu einem Gleißen so hell wie die Sonne. Ein Drache, schwarz und bedrohlich, stieg aus der Grube empor: „PETERMA. ENDLICH BIST DU, ICH HABE SO LANGE AUF...“ „Junge..., Junge..., was ist los mit dir?“

Ghory stand wieder vor ihm und hielt immer noch fest seine Hand. Peter fragte sich, ob das ein Traum war. Es hatte sich aber so echt angefühlt. Seine Beine wurden weich.

„He, Junge, alles klar mit Dir?“ Ghory kniete vor dem liegenden Jungen. „Was hast Du?“ Der Zwerg klang sehr besorgt. Peter stand mit Hilfe von Ghory auf. „Habe ich dich erschreckt? Das wollte ich nicht. Also dieses hier ist dein Zimmer. Wir werden ein paar Tage unterwegs sein mit einer Zwischenlandung im Königreich von Rorazan. Das ist die einzige Gelegenheit uns dünne zu machen.“ Peter war immer noch sehr verstört, dieser Traum.. dieser Traum, wenn es denn einer gewesen ist. Aber was sollte es sonst gewesen sein?

Ein Schatten erschien in der Tür. „He, du! Zwerg, was machst du hier? Diese Räume sind für dich tabu, hier hast du nur 'was zu suchen, wenn ich es sage! Verschwinde wieder zu deinen Tellern und Töpfen! Der Koch wird dich schon vermissen!“ Der Kapitän des Luftschiffes versuchte noch dem kleinen Wicht einen Tritt zu verpassen, traf aber nur die schwarze Robe des Zwerges. „Hat er dich belästigt?“ Die Frage des Kapitäns klang nicht echt. Es lag keine Emotion in ihr. „Dies ist dein Zimmer bis zur Elfeninsel, hier wirst du bleiben. Die anderen Räume sind für dich verboten, dort lagern sowieso...nur Essensvorräte für die Front. Du darfst auch an Deck, steh' da aber nicht im Weg rum!“ Der Kapitän sagte das alles so als erwartete er, dass Peter sich sowieso nicht daran halten würde. Das Peter sich verhielt wie ein Kind.

Peter sah sich im Zimmer um. Er sah einen Stuhl, einen einfachen Tisch und ein schmales Bett unter dem kleinen Fenster. Mehr nicht - oder doch, unter dem Bett schaute die Ecke einer Kiste hervor. Peter griff danach. Die Kiste war schwer und aus schwarzen Holz mit einem... Peter lies die Kiste fallen. Auf dem Kistendeckel war ein Drache eingeritzt worden.
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26

Wednesday, January 16th 2013, 9:36am

10.) Noch mehr Fragen

Die Kiste fiel so unglücklich auf eine Ecke, dass ihr Deckel aufsprang und den Inhalt preisgab. Eine alte Pergamentrolle, die mit einem Wachssiegel verschlossen worden war. Peter war immer noch starr vor Schreck. Wie konnte es sein, dass er von einem Drachen träumte und gleich danach eine Kiste mit einem darauf eingeritzten Drachen fand? Er ließ die Rolle und die Kiste liegen und legte sich auf das Bett. Sein Herz schlug immer noch sehr schnell. Er konnte sich kaum beruhigen. Es war so viel in den Tagen, seitdem er mit Mona und Marisus sein Heim in der Pioniersiedlung verlassen hatte, passiert. Vieles davon konnte er sich nicht erklären. Gerne hätte er Antworten gehabt, doch wer sollte ihm welche geben? Er war allein. Nichts lief so ab, wie er es sich in der Siedlung erwünscht hatte. Was hatte der Drache in seinem Traum gesagt? „Peterma, endlich bist du da!” Nicht Peter, sondern Peterma. Noch eine Sache, die merkwürdig war.

Der Tag neigte sich dem Ende zu. Kiste und Pergamentrolle lagen immer noch vor seinem Bett, und er lag weiterhin darin. So konnte es nicht weitergehen. Peter stand auf, stieg mit einem großen Schritt über die Sachen am Boden und öffnete die Tür. Auf dem Flur roch es immer noch nach Wald und Wiese. Die Treppe, die nach oben auf das Deck führte, lag weiterhin im Dunkeln. Erst auf der Treppe vernahm er wieder die Geräusche der Mannschaft und der Maschinen. Das Luftschiff knarrte und ächzte im Wind.
„He, Junge, wo willst du hin?” Peter erschrak, er hatte den Zwerg nicht gehört. Ghory stand keine drei Stufen hinter ihm. „Ich würde jetzt an deiner Stelle nicht rausgehen!”
„Ja. Und warum nicht?" Peter war erstaunt über sich selber. Er klang schon so erwachsen, wenn da nicht die Stimmlage eines Kindes gewesen wäre. Ghory legte den Kopf schief und sagte mit einem kleinen Schmunzeln auf den Lippen:
„Na, das ist doch ganz einfach. Es schüttet wie aus Eimern.”
„Es macht was?”
„Na, es regnet. Hörst du es nicht?” Als der Zwerg es sagte, hörte Peter auch, wie der Regen auf das Deck und gegen die Tür prasselte. „Der werte Herr Koch hat mir befohlen, dir einen Teller heiße Suppe zu bringen. Lass uns nach unten gehen.”

Die beiden machten sich wieder auf den Weg in die Kabine. Ghory schaute sich, nachdem sie dort angekommen waren, erstaunt um.
„Was ist denn hier passiert?” Er hob die Kiste und die Pergamentrolle auf.
„Warum ist die Kiste kaputt? Schau nur, der Deckel ist total verbogen.” Ghory stellte die Kiste auf den Tisch.
„Hast du die Kiste hier unter das Bett geschoben?” Peter war sehr aufgeregt.
„Äh...na klar, nachdem ich erfahren hatte, welche Kabine der Kapitän dir zugewiesen hatte, habe ich sie hergebracht.” Die Stimme des Zwerges klang sehr unsicher.
„Aber warum nur? Warum hast du das gemacht?”
„Na, ist doch ganz klar. Wann sollte ich es denn sonst machen? Ich schlafe mit drei anderen Passagieren in einer Kabine. Jeder hat nur eine Ecke in der Kabine, da fällt so eine Kiste doch auf. Ich habe sie erst kurz vor den Abflug an Bord schaffen lassen. Diese ganze Sache hier ist von langer Hand vorbereitet. Hier an Bord bin ich zwar der Einzige der eingeweiht ist. In Varanas waren wir zu dritt, und im Königreich von Rorazan warten noch drei auf uns.” Ghory erzählte alles ganz offen.

Peter steckte in einer Zwickmühle. Was sollte er machen? Er konnte Ghory folgen oder zur Elfeninsel reisen um dort in die Schule zu gehen. Mona und Hetta wollten nicht, dass er auf die Insel ging. Wer wollte überhaupt, dass er dorthin ging? Yarandor und Vivian, also eigentlich nur das Auge der Weisheit, aber warum sollte er dort hin? Vivian hatte gesagt, er solle dort zur Schule gehen und alles für das Leben lernen. Meinte sie es auch so? Schon wieder eine Frage. Jede Frage brachte nur eine neue hervor.

Peter setzte sich an den Tisch, auf dem der Zwerg die Suppe abgestellt hatte.
„Werter Herr Ghory, warum soll ich nicht auf die Elfeninsel?”
„Na, das ist doch ganz einfach. Weil du...weil du dort...in der Falle sitzt und...nicht weg kannst! Die Elfen und das Auge der Weisheit haben dich dort...vollkommen unter ihrer Kontrolle. Die Akademie dort soll...sehr gut sein..., habe ich gehört. Aber, was meinst du, warum sie dich dort hinhaben wollen? Ach warte,...das Pergament, dort steht es doch drin. Der Brief ist von...Mona, sie hat ihn mir mitgegeben...um es dir zu erklären.”
Ghory gab Peter den versiegelten Brief aus der Kiste. Dieser öffnete ihn, indem er einfach das Wachssiegel brach. Er sah sich den Zettel ganz genau an und gab ihn dann an den Zwerg zurück.
„Und ist alles klar?” fragte Ghory.
„Äh ja...also, ich kann doch noch nicht lesen. Könntet Ihr ihn mir bitte vorlesen?”
„Wie...,was...,vorlesen, ich kann doch auch nicht lesen!”
„Wie? Ihr könnt auch nicht lesen? Ihr seid doch schon...? Ach, egal.” Peter war jetzt noch verwirrter. Wie konnte Mona ihm einen Brief mitgeben, wenn er nicht lesen konnte? Das wusste sie doch.
„Ich muss dich jetzt wieder allein lassen und das Geschirr in die Küche bringen. Ich komme morgen früh wieder zu dir und bringe das Frühstück.” Ghory schnappte sich den Teller mit einer schnellen Handbewegung und verschwand.

Peter war wieder allein. Durch das Fenster sah er, dass es mittlerweile tiefschwarze Nacht war. Es hatte aufgehört zu regnen, so dass die Sterne zu sehen waren. Er schaute sich noch einmal um. Wo war denn nur der Brief geblieben? Die Kiste stand noch auf dem Tisch. Peter nahm sie noch einmal in die Hand. Vielleicht konnte er noch einmal den Drachentraum zurückrufen...? Doch es geschah nichts.
Er legte sich auf das Bett und deckte sich zu. Kurze Zeit später fiel er in einen unruhigen, traumlosen Schlaf.
Am nächsten Morgen erwachte er nur sehr mühsam. Draußen vor dem Fenster zogen dicke, weiße Wolken vorbei. Unter sich sah er Wasser, viel Wasser. In der Ferne erblickte er eine steile Felsenküste, die langsam näher kam.
Es klopfte an der Tür. Ein Elf in leichter Rüstung öffnete.
„Entschuldigung. Der Kapitän schickt mich. Wir erreichen bald das Königreich von Rorazan. Da dort Kriegsgebiet ist, sollten alle Reisenden, die weiter zur Elfeninsel wollen, in ihren Kabinen bleiben.” Der Elf schloss die Tür wieder und ging zur nächsten Kabine. Peter setzte sich wieder auf das Bett.

Nur wenige Augenblicke später betrat Ghory den Raum.
„Junge, mach dich bereit! Wir müssen los! Die Zeit drängt! Der Wind, der mit dem Regen gestern gekommen ist, hat uns vor sich hergetrieben, so dass wir viel früher am Ziel sind.” Ghory hatte ein kleines Paket dabei und gab es Peter.
„Hier sind andere Kleider. Mit dieser Robe fällst du zu sehr auf. Los, zieh dich um. Wenn wir die Anlegestelle im Frontbündnislager erreicht haben, geht es los. Es muss alles ganz schnell gehen! Du musst mit den Waren aus dem Lagerräumen zusammen das Schiff verlassen! Wenn du im Bündnislager bist, begib dich schnell in den Küchenbereich! Dort wirst du nicht auffallen, denn dort verkehren immer viele Leute. Ich versuche so schnell wie möglich zu folgen. Und nun, husch, husch, auf Deck zu dem Transportring! Benimm dich unauffällig!”
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27

Thursday, January 24th 2013, 8:59am

sehr schön :D